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Marketing in Marmor

BUCHBESPRECHUNG / BRANDHUBER / FUSSL / IN STEIN GEMEISSELT

14/11/17 „Mit so großer Unbescholtenheit erfüllte er sein Amt als Hasser von Gefälligkeiten, dass man sagen kann, er liege hier unbestochen.“ DIESE Grabinschrift passt definitiv nicht in unsere Zeit. „Mit so großem Vertrauen, ja sogar Sehnsucht ist er als Richter vor den höchsten Richter gezogen, so dass es ganz offensichtlich war, dass er nicht als Angeklagter gerufen worden war.“

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Entlieben, wie geht das?

BUCHBESPRECHUNG / FLOR / KLARTRAUM

07/11/17 „Dabei ist doch alles so einfach: Eine Frau liebt‘ einen Mann, er liebte nicht zurück, so ist das eben.“ Dass es nicht ganz so einfach ist, zeigt Olga Flor in „Klartraum“ – einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte, in der es nicht um das Sich-verlieben geht, sondern um das Sich-entlieben.

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Schriller Schrecken, blutiger Scherz

BUCHBESPRECHUNG / KEGLEVIC / ICH WAR HITLERS TRAUZEUGE

03/11/17 Bruchlandung im Affengehege. Langfristig die folgenreichste, aber längst nicht die absurdeste Station. Als Mitglied einer Pilgergruppe alsbald massakrierter katholischer Apotheker auf dem Weg nach Santiago di Compostela strandet Harry in Berchtesgaden. Er überlebt – für‘s erste von Tag zu Tag – rekrutiert von Leni Riefenstahl für den Propaganda-Event „Wir laufen für den Führer“.

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Ich jäte nur, was ich säte

GEORG TRAKL PREIS / BUCHBESPRECHUNG / EGGER / VAL DI NON

31/10/17 „Ich jäte nur, was ich säte.“ Ein Bergfeuer-Satz. Ein Leuchtfeuer-Satz. Auch ein Wegweiser-Satz? Vielleicht. Durch die vielgliedrige Landschaft von Oswald Eggers „Val di Non“ führen keine Markierungen, die Alpenverein oder Literaturkritik so einfach in die Gegend klecksen oder rammen könnten. - Oswald Egger erhält am Freitag (3.11.) den Georg Trakl Preis für Lyrik 2017.

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Deine Abwesenheit ist unbedingt notwendig!

BUCHBESPRECHUNG / ELFRIEDE KERN / DAS NESSELHEMD

12/09/17 Nach 15 Jahren gibt es Neues von Elfriede Kern: Wie in ihren vorhergehenden Texten geht es auch in „Das Nesselhemd“ um eine Frau auf einer Irrfahrt, um patriarchalische Macht sowie um das Changieren zwischen Realität und Traum.

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Es spricht das Luberl...

BUCHBESPRECHUNG / ROSEMARIE POIARKOV / AUSSICHTEN SIND ÜBERSCHÄTZT

17/08/17 Ein 100 Jahre alter Wachszylinder, mit dem damals Ton aufgenommen wurde, die als Symbol für Vieles steht: für die Vergangenheit, für zwischenmenschliche Kommunikation, deren Gelingen so wichtig ist, sowie für die Träume, die jeder Einzelne in sich trägt.

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Im Großen und Ganzen ein kerniges Volk

BUCHBESPRECHUNG / BENGESSER / LITERATURLANDSCHAFT FLACHGAU

11/08/17 48 Seiten gelten allein Henndorf am Wallersee. Dank Stelzhamer, Zuckmayer & Co. Johannes Freumbichler, der Opa von Thomas Bernhard, war ein Henndorfer Schriftsteller. Sein berühmter Enkel huldigt der Landschaft seiner ledigen Mutter und bescheinigt den Henndorfern „richtige Menschen“ zu sein. Freilich: „Dummköpfe gibt es in jeder Gemeinde, warum nicht auch hier an der Straße der Römer“.

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Sprache für die Augen, Malerei für das Ohr

ROSSBACHER / LESEN SCHAUEN STAUNEN

27/07/17 Am Anfang war das Bilderbuch. Bei den großen Germanisten, wie bei den großen Dichtern. Die Gemeindebücherei war weiterhin – für viele von „ihnen“ wie für viele von „uns“ – die Kupplerin in einer lebenslangen Affäre mit dem „Geschriebenen“. Mit dem „Gemalten“ ist es nicht ganz so leicht. Bei Günter Grass waren es Zigarettenbildchen. Bei Karlheinz Rossbacher waren es Drucke im Gasthaus der Tante.

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Humor als Widerstand

BUCHBESPRECHUNG / MARYSE WOLINSKI

11/07/17 „‚Schatz, ich geh zu Charlie‘, ruft er einige Minuten später mit lauter Stimme vom anderen Ende der Wohnung.“ Maryse fällt auf, dass ihr Mann „früher weggeht als gewöhnlich, wenn er eine Redaktionskonferenz hat“. - Sie wird ihn nicht wieder sehen.

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Pater Gwendal ermittelt wieder

BUCHBESPRECHUNG / BLUTKRAUT, WERMUT, TEUFELSKRALLE

06/07/17 Blutkraut, Wermut, Teufelskralle. Zumindest Pflanze eins und drei klingen gefährlich, aber der Salzburger Journalist und Krimiautor Manfred Baumann weiß auch andere, harmlosere Gewächse forensisch auszureizen.

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Die Macht des Schicksals

BUCHBESPRECHUNG / TINA PRUSCHMANN / LOSTAGE

16/06/17 „Ich habe immer geglaubt, das Leben hielte eine überraschende Wendung für mich bereit. Dass ich in die falsche Straßenbahn einsteige und dann etwas passieren würde, von dem ich im Nachhinein behaupten könnte, dass es alles verändert hat.“ – Dieser Glaube an das Schicksalhafte ist es, den Tina Pruschmann in „Lostage“ beschwört...

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Igel, Marder, Spitzmaus

NATUR / INFOBROSCHÜRE

13/06/17 Die Tiergattung Bilchen ist vielleicht manchem Stadtmenschen, der womöglich seinerzeit in Biologie auch nicht gut aufgepasst hat, gar nicht so geläufig. Aber ja, bei „Siebenschläfer“ oder „Haselmaus“ funkt's: Um nachtaktive Tierchen geht’s, die sich auch den Namen Schlafmäuse eingehandelt haben. Unsereiner ist ja im Gegensatz zu ihnen tagaktiv ist und sieht sie, wenn überhaupt, büseln.

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Es war einmal und ist doch nie geschehen

BUCHBESPRECHUNG / IRIS WOLFF / SO TUN ALS OB ES REGNET

23/05/17 „Die Augen immer nach vorn, sagte Vicco, das Leben ist eine Einbahnstraße, wenn du glaubst, dass du wenden kannst, dann irrst du dich gewaltig.“ In „So tun, als ob es regnet“ nimmt Iris Wolff ihre Leser mit auf eine Motorradfahrt durch die Einbahnstraße des Lebens – und erhellt im Scheinwerferlicht die Frage, wie ein Leben zu dem wird, was es ist.

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Schneeflocken im Kopf

BUCHBESPRECHUNG / MÜLLER-WIELAND / FLUGSCHNEE

19/05/17 Ein verschwundener Bruder und ein Familiengeheimnis. Der Schlüssel liegt verborgen in den Ereignissen an einem verschneiten Dezembertag zwanzig Jahre zuvor im Haus der Großeltern... Birgit Müller-Wieland geht in „Flugschnee“ der Frage nach, wie menschliche Traumata und Geheimnisse auch die nachfolgenden Generationen beeinflussen können.

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Ich bin immer gegen die Atomkraft gewesen

BUCHBESPRECHUNG / WISSER / LÖWEN IN DER EINÖDE

12/05/17 Eine IT-Abteilung, die immer noch EDV heißt und heimlich MDV, manuelle Datenverarbeitung, genannt wird. Ein Kosmonaut und ein vergessener Häftling, die beide zu Kinderhelden werden. Eine unglückliche Liebe – oder zwei oder drei: In „Löwen in der Einöde“ nimmt Daniel Wisser seine Leser mit in ein Leben in der Trostlosigkeit.

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