asdf
 

So abwechslungsreich wie nur denkbar

HINTERGRUND / MUSIKSOMMER ST. LEONHARD

10/07/24 Es ist eine der besteingeführten sommerlichen Musikveranstaltungen im Land Salzburg: Am Donnerstag (11.7.) beginnt der Musiksommer in der Wallfahrtskirche St. Leonhard bei Tamsweg. Den Auftakt macht das Biosphären Blasorchester LuNo Winds.

Hinter LuNo verbergen sich die Wörter Lungau und Nockberge. Das Biosphären Blasorchester LuNo Winds ist eine Kombination aus Auswahl- und Ausbildungsorchester. Es setzt sich zusammen aus Nachwuchstalenten und etablierten Musikerinnen und Musikern aus den heimischen Musikkapellen der beiden Biosphärenparkregionen Lungau und Nockberge, in enger Zusammenarbeit mit dem Musikum Salzburg. Dem Grundgedanken des Biosphärenparks – Nachhaltige Entwicklung der Regionen – entsprechend, soll sich mit diesem Projekt eine langfristige Orchesterstruktur zur Förderung der heimischen Blasmusik etablieren.

Gleich zwei Dirigenten sind für dieses Konzert mit hierzulande selten zu hörender symphonischer Blasmusik aufgeboten. Roman Gruber hat erste Erfahrungen in der Trachtenmusikkapelle Zederhaus gesammelt, es folgten fast zehn Jahre Dienst bei der Militärmusik in Salzburg als Hornist. Im Jahr 2008 wechselte er ins Büro des Salzburger Blasmusikverbandes, wo er hauptamtlich al Geschäftsführer tätig ist. In seiner Zeit als Bezirkskapellmeister des Lungauer Blasmusikverbandes hat er sich 2017 die Gründung eines Auswahlorchesters in der Region als Ziel gesetzt. Roman Gruber ist Absolvent des Lehrganges Blasorchesterleitung am Tiroler Landeskonservatorium und seit Juni 2020 Landeskapellmeister des Salzburger Blasmusikverbandes.

Günther Binngl ist seit über zwanzig Jahren Kapellmeister der Bürgermusik Mauterndorf und seit 2021 Bezirkskapellmeister des Lungauer Blasmusikverbandes. Im Hauptberuf ist er Betriebsleiter eines Holzhausbau-Betriebs. Günther Binggl ist Absolvent des Universitätslehrgangs Blasorchesterleitung am Mozarteum.

Was für Musik haben sich die beiden vorgenommen für dieses Konzert? David Maslanka, ein aus den USA stammender Komponist, der auch am Mozarteum studiert hat, gilt als einer der bedeutendsten Komponisten für sinfonische Blasmusik. Sein Stück Traveler (Der Reisende) 2003. Unter anderem verarbeitet er da eine Choralvertonung von Bach. Auch der vielseitige Tiroler Komponist, Posaunist, Dirigent von Bläsersymphonie-Orchestern und Universitätslehrer Hermann Pallhuber nimmt auf einen Großen Bezug. In A Tribute to Mahler / Resurges klingt Mahlers Zweite Symphonie an, die Auferstehungssymphonie.

Und noch ein Stück, in dem uns ein Zitat begegnet, diesmal wieder US-amerikanischer Herkunft: Philip Sparke hat für das Variationenwerk Moving Heaven and Earth eine Passage aus dem Requiem von Gabriel Fauré entnommen. Aber auch Vertrautes wird man an dem Abend hören, wenn auch instrumental neu eingekleidet: den zweiten Satz aus Mozarts Klarinettenkonzert und den Finalsatz aus dessen Gran Partita.

Acht Konzerte gibt es heuer beim Musiksommer St. Leonhard. Das zweite Konzert am 18. Juli gehört ausschließlich Bach, es gastiert BachWerkVokal unter Gordon Safari. Das Minguet Quartett ist am 25. Juli zu Gast.

Zu einer Phantasie mit Harfenklang und Zauberflöte lädt man am 1. August, dafür geht es am 8. August wieder symphonisch her, mit dem Orchester der Angelika Prokopp Sommerakademie der Wiener Philharmoniker und der Sopranistin Claire Elizabeth Craig als Solistin in Mahlers Vierter Symphonie. Die St. Florianer Sängerknaben haben am 15. August ein ganz buntes Programm vor, aber natürlich auch Stücke vom Jahresregenten Anton Bruckner.

Am 22. August folgt ein Abend unter dem Motto Volks.Kunstlied, mit dem Bariton Rafael Fingerlos, dem Pianisten Sascha el Mouissi sowie dem grenzgängerischen Trio Tschejefem. Am 29. August endet der Musiksommer St. Leonhard unter dem Motto Sound the Trumpet. (dpk-krie)

musiksommerstleonhard.at
Bilder: Musiksommer St. Leonhard

 

 

 

 

 

 

 

DrehPunktKultur - Die Salzburger Kulturzeitung im Internet ©2014