So gut historisch informiert wie nur möglich
IM PORTRÄT / PETER PEINSTINGL
01/09/26 Seit zehn Jahren ist Peter Peinstingl Stiftskapellmeister und -organist in der Erzabtei St. Peter in Salzburg. Daneben hat er viele Jobs, vom Musikum-Lehrer bis zum Dirigenten eines Originalklang-Orchesters und Impresario.
Salz, Nazis und der Arschpfeiferlreiter
HINTERGRUND / GESCHICHTE / TENNENGAU (2)
01/09/26 Nicht gut bestellt war es um den Bezirk Hallein in der Zeit der Nazi-Herrschaft. Zwischen März 1938 und Mai 1945 gab es im Tennengau keine Bezirkshauptmannschaft. Die Nationalsozialisten führten bald nach der Machtergreifung ein sogenanntes „Landesratsamt“ ein.
Übelster Stimmenfang
KOMMENTAR
31/08/26 Von Reinhard Kriechbaum – Es waren nun wirklich sehr gelungende Festspiele. In die – sehr begründeten – positiven Reaktionen grätschte nun die Salzburger Stadt-KPÖ mit einer von ihr in Auftrag gegebenen Umfrage. Routinemäßiges Festspiel-Bashing? Herausgekommen ist vor allem die völlige Ahnungslosigkeit dieser Partei und ihres Vorsitzenden Kai-Michael Dankl in Sachen Kultur.
Absolute Mehrheit für die Festspiele!
IM WORTLAUT / FESTSPIEL-KURATORIUM
30/08/26 Der Schuss ging , wie es aussieht, nach hinten los: Die Salzburger KPÖ plus hat eine Studie in Auftrag gegeben, mit der sie wohl beweisen wollte, wie abgehoben und fern der Salzburger Bevölkerung das Angebot der Festspiele sei. Die Ergebnisse kann man ganz anders lesen – und das tut das Direktorium natürlich. Hier diese Reaktion im Wortlaut.
Ein vokales Fest als Finale
FESTSPIELE / JUAN DIEGO FLÓREZ
31/08/16 Mit dem letzten „Canto lirico“, mit Juan Diego Flórez, endeten die Festspiele 2026. Der peruanische Tenor begeisterte auch heuer wieder mit seiner gepflegten Belcanto-Kunst, in die sich dramatischere Töne mischten. Es war ein Nachmittag, im besten Sinn kulinarisch, gekrönt vom speziellen Zugabenteil des Sängers.
Die gefilterte Leidenschaft
FESTSPIELE / IGOR LEVIT
31/08/26 Standing ovations sind ja unterdessen zur Routine geworden bei den Festspielen. Wie man sie am direktesten erreicht? Indem man, wie Igor Levit am Freitag (28.8.) im Großen Festspielhaus, die letzten zwei, drei Minuten so recht die Sau rauslässt.
Pferdekräfte und ein „Ritter vom Tännengau“
HINTERGRUND / GESCHICHTE / TENNENGAU (1)
30/08/26 Seit 130 Jahren existiert der Tennengau als eigenständiger Bezirk. Er ist damit der jüngste Bezirk Salzburgs. Warum ist man damals auf die Idee gekommen, den Bezirk Salzburg-Land zu splitten? Das hatte unter anderem mit der begrenzten Geschwindigkeit von Pferdefuhrwerken zu tun.
Enfants terribles unter sich
FESTSPIELE / WIENER PHILHARMONIKER / NELSONS
30/08/26 Wie mag das wirklich geklungen haben, damals, 1913 in Pawlowsk. Der gerade 23jährige Sergej Prokofjew war Solist seines bereits zweiten Klavierkonzerts und bei Lehrern und Hörern bereits als Enfant terrible verschrieen. „Zum Teufel mit dieser Futuristenmusik“, sollen erboste Zuhörer geschrieben haben.
Aus dem Meer in die Lüfte
THEATER ECCE / DIE KLEINE MEERJUNGFRAU
28/08/26 Winterfest-Stimmung schon Ende August – und das noch bis zum 3. Oktober! Aber nicht im Volksgarten, sondern in einem Theaterzelt ein kleines Stück hinter der Stieglbrauerei. Dort hat das Theater Ecce auf einer Wiese bei der Siedlung GlanGärten ein Zelt aufgebaut. Am Donnerstag (27.8.) hatte Die kleine Meerjungfrau Premiere.
Keine Angst um die Zukunft der Oper!
YOUNG SINGERS PROJECT / ABSCHLUSSKONZERT
28/08/26 Als die 14 Absolventen des YSP den tosenden Applaus und die nicht enden wollenden Bravorufe entgegennahmen, wurden die angehenden Profis in ihrer ganzen Körpersprache zu jungen Studierenden, die einen erfolgreichen Vortragsabend ihrer Gesangsklasse an der Musikhochschule absolviert haben.
Bremsen nur im Notfall
FESTSPIELE / PITTSBURGH SYMPHONY ORCHSTRA / HONECK
28/08/26 Vor zwanzig Jahren war Manfred Honeck Gast- und bereits zwei Jahre später Chefdirigent des Pittsburgh Symphony Orchestra. Dieses beschloss den diesjährigen Reigen der Gastorchester zuammen mit dem Pianisten Alexandre Kantorow und Werken von Schulhoff, Rachmaninow und Schostakowitsch.
9.143 an einem Tag
FESTSPIELE / ABSCHLUSSBERICHT
28/08/26 In zwei Tagen gehen die 106. Salzburger Festspiele nach 172 Aufführungen in 45 Tagen an 19 Spielstätten zu Ende. Für insgesamt 209 Vorstellungen wird eine Auslastung von über 99 Prozent erwartet. Die Kartenerlöse belaufen sich auf 31,45 Millionen Euro netto. Mit 9.143 Gästen war der 22. August der meistbesuchte Tag. 28 Prozent der Karten wurden in Stadt und Land Salzburg erworben.
Vom Fortepiano zum Pianoforte
FESTSPIELE / GABETTA, BEZUIDENHOUT
27/08/26 Die Cellistin Sol Gabetta und der Pianist Kristian Bezuidenhout gaben einen umjubelten Duo-Abend mit einem durch und durch romantischen Programm – Schumann, Mendelssohn, Brahms. Das Haus für Mozart ist für diffizile Kammermusik freilich nur bedingt geeignet. In der 13. Reihe war alles gut abgemischt vernehmbar, aber aus weiterer Ferne dem Vernehmen nach nicht.
Ein Ritterschlag wie einst für Mozart?
HINTERGRUND / ENSEMBLE BELLA MUSICA
27/08/26 Mozart war vierzehn Jahre alt, als er sich 1770 in Rom vor Papst Clemens XIV. hat hören lassen. Ob Leo XIV. zuhören wird, wenn das Pre-College-Ensemble Bella Musica der Universität Mozarteum Salzburg ein Konzert in den Vatikanischen Gärten geben wird und dabei zwei Geigen aus Mozarts Besitz erklingen?
Zwischen Anpassung und Widerstand
MUSIKTAGE MONDSEE
27/08/26 Trotz Zensur, öffentlicher Demütigung und drohenden Repressalien hielten sie an ihrer musikalischen Sprache fest: Prokofiev und Schostakowitsch gelten die Musiktage Mondsee, die am Freitag (28.8.) eröffnet werden. Zu den Gästen zählen die Pianistin Elisabeth Leonskaja wie der Posaunist Bram Fournier.
Ein Tanz um Kurtágs Schatztruhe
FESTSPIELE / KOPATCHINSKAJA & FRIENDS
26/08/26 Das Finale der Festspiel-Reihe Hommage à Kurtág am Mittwoch (25.8.) im Großen Saal des Mozarteums war ein Fest spielerischen Musizierens. Patricia Kopatchinskaja hatte eine illustre Gruppe um sich geschart, die an diesem höchst unterhaltsamen Abend ein quicklebendiges Ensemble ergaben. Ja, die sogenannte neue Musik kann auch vortrefflich unterhalten – und Mozart sowieso.
In Familiengeheimnissen verschlungen
FILMKRITIK / ROMERÍA
26/08/26 Große Kunst entsteht oft aus großem Schmerz. Die spanische Regisseurin Carla Simón (Goldener Bär 2022 für Alcarràs) hat in ihrem autobiografisch geprägten Film Romería ihre eigene Familiengeschichte aufgearbeitet und das Leben ihrer in den 1980er Jahren an AIDS verstorbenen, drogenabhängigen Eltern nachskizziert. Es ist ihr eine sinnliche und auf unsentimentale Weise berührende Filmperle gelungen.
Wellness-Musik auf höchstem Niveau
FESTSPIELE / BERLINER PHILHARMONIKER (II)
25/08/26 Im zweiten Konzert der Berliner Philharmoniker unter Kirill Petrenko standen zwei Werek in c-Moll auf dem Programm, uraufgeführt 1803 und 1905. Da lässt es sich gut über Musik rund um Jahrhundertwenden nachdenken und über die Auflösung scheinbar festgefügter Formen. In diesem Licht erscheint Beethoven so radikal wie Skrjabin.
Steinway statt Hammerklavier
FESTSPIELE / MOZART-MATINEE / ANTONINI
25/08/26 Giovanni Antonini und Kristian Bezeuidenhout, also zwei Originalklang-Spezialisten, traten in der letzten Mozart-Matinee dieser Festspiele (22./23.8.) mit dem Mozarteumorchester in Aktion. Das Ergebnis waren zwei in jeglicher Hinsicht beglückende Vormittagsstunden.
Ein Herz für junge Sängerinnen und Sänger
TODESFALL / KLAUS-MICHAEL KÜHNE
25/08/26 „Mit Klaus-Michael Kühne verlieren die Salzburger Festspiele einen großen Freund und außergewöhnlichen Förderer der Kunst“, so Festspielpräsidentin Kristina Hammer im Namen des Direktoriums.
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