Fußball und andere Enthüllungen
SALZBURGER LANDESTHEATER / SPIELZEIT 2026/27 (2)
16/04/26 In der vergangenen Spielzeit hat es ein in Saalbach spielendes Ski-Musical gegeben, anlässlich der WM in Saalbach. Bald ist Fußball-WM angesagt, und Österreich ist dabei. Anlass für ein Theaterstück: Das österreichische Fußballwunder.
So manche Musik-Rarität
SALZBURGER LANDESTHEATER / SPIELZEIT 2026/27 (1)
15/04/26 Mit Liebesverwirrungen, L’italiana in Algeri, geht die nächste Landestheater-Spielzeit in der Oper los. Mit der Antigone das Schauspiel. Bei Rossini geht’s mit „Versöhnung“ aus, dem Motto der Saison 2026/27. Bei Sophokles ist es dafür entschieden zu spät, da haben sich am Ende ja fast alle aus Verzweiflung ins Jenseits befördert. Manchmal muss man sich mit Versöhnung eben gedulden.
Bob Dylan, Vermittlung & Co
UNI MOZ / DAS NEUE REKTORAT
15/04/26 Mit 1. April hat das neue Rektorat der Universität Mozarteum die Arbeit aufgenommen. Rektorin ist die Musikvermittlerin Constanze Wimmer. Mit ihrem Team will sie zentrale Impulse für die Weiterentwicklung von Kunst, Lehre und Forschung setzen.
Là ci darem la mano
STICH-WORT
14/04/26 Als italienischsprachige Opern noch in deutsche Sprache übersetzt wurden, versuchte Don Giovanni das Bauernmädchen Zerlina mit den Worten Reich mir die Hand, mein Leben herumzukriegen. Im Original heißt es Là ci darem la mano. Eine Verführung genau mit diesen Worten ist im Sommer auf dem Residenzplatz angesagt. Durch Stephan Balkenhol.
Helden auf der Bremse
OPER GRAZ / CASTOR ET POLLUX
14/04/26 Viel Bewegung, trozdem wenig Schwung. Vielleicht grad wegen der vielen Bewegung auf der Bühne? Vor allem fehlten Impulse aus dem Orchestergraben. Die Premiere von Jean-Philippe Rameaus Oper Castor et Pollux wies – bei opulentem Setting – nicht unerhebliche Längen auf. Dafür ist jeder Augenblick eine Fototapete wert.
„Nicht so schlimm, bloß tot, bumm bumm“
LANDESTHEATER / BERLIN ALEXANDERPLATZ
13/04/26 Es war ja kein Mord, bloß Totschlag. Dafür ist Franz Bieberkopf vier Jahre lang gesessen. Nun wird er ohne resozialisierende Unterstützung entlassen und muss hinaus ins Berlin der späten 1920er Jahre, in einen bedrohlichen Stadt-Moloch. – Alfred Döblins Roman Berlin Alexanderplatz, umgemodelt in ein reichlich lang geratenes, spartenübergreifenden Musiktheater.
Vorgeschmack aufs Beethoven-Gedenkjahr
CAMERATA SALZBURG / EMELYANYCHEV, LEONSKAJA
13/04/26 Nachträgliche Gratulation: Im Vorjahr wurde Elisabeth Leonskaja, in Österreich eingebürgerte Grande Dame georgischer Klavierkunst, achtzig Jahre jung! Ungebrochen vital entfesselte sie im jüngsten Camerata-Abonnementkonzert (10./12.4.) im Großen Saal des Mozarteums Beethovens Drittes Klavierkonzert. Es dirigierte der Russe Maxim Emelyanychev.
Brünhilde und Antigone
OSTERFESTSPIELE / BILANZ UND AUSBLICK 2027
10/04/26 Klar, dass die drei Aufführungen von Wagners Ring-Vorabend Das Rheingold in der Felsenreitschule bei den gestern, Montag (6.4.) zu Ende gegangenen Osterfestspielen ein Renner war: Über 99 Prozent Auslastung meldet man in einer Presseaussendung zum Abschluss.
Der leichte Ritt auf der neuen Welle
FILMKRITIK / NOUVELLE VAGUE
10/04/26 Fragt man Cineasten an welchen Ort und in welche Zeit sie gerne zurückreisen würden, ist die Chance groß, dass sie darauf antworten: Paris, die frühen 1960er Jahre. Für die filmbegeisterte Generation, die damals um das Künstlerviertel Saint-Germain-des-Prés herum aufwuchs, war das Kino eine Religion, die Cinémateque Francaise eine Kathedrale und deren langjähriger Leiter Henri Langlois ihr Papst.
Das Leben als Weg zum Schafott
KAMMERSPIELE / DER FREMDE
09/04/26 Der Regisseur Murat Dikenci dramatisiert und inszeniert Camus‘ Jahrhundert-Roman Der Fremde als beklemmendes Kammerspiel. So funktioniert auch ein nicht-dramatisch gedachter Text auf dem Theater!
Alpenüberquerung mit schwerem Gerät
HINTERGRUND / SÖLDEN / HANNIBAL
09/04/26 Man glaubt es fast nicht: Seit 25 Jahren schon zeigt der Salzburger Regisseur Hubert Lepka am Winterende in Sölden das imposante Gletscherschauspiel Hannibal. Diesmal am 10. April. Zu dem Jubiläum erschien jetzt auch ein Buch.
Aufs Neue gefragt als Brückenbauerin
KOMMENTAR
08/04/26 Von Reinhard Kriechbaum – Sie sei „der richtige Mensch zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort“ gewesen. Das sagt nicht jetzt ein Mitglied des Kuratoriums der Salzburger Festspiele über Karin Bergmann, die frisch gekürte Festspiel-Intendantin. Der Satz fiel vor knapp sechs Jahren, im Juni 2019.
Den Künstlern „die Angst nehmen“
FESTSPIELE / LEITUNG
08/04/26 „Für mich ist klar, dass ich nicht gegen Markus Hinterhäuser hier sitze, sondern wegen ihm.“ Ein wesentlicher Satz von Karin Bergmann in ihrer ersten Pressekonferenz als neue Intendantin der Salzburger Festspiele heute Dienstag (8.4.). Im Gegensatz zur Präsidentin Kristina Hammer, die Hinterhäusers Wirken mit keinem Nebensatz erwähnte, waren Karin Bergmann und Lukas Crepaz voll des Lobes über ihn.
Ein intensives Theater-Leben
IM PORTRÄT / KARIN BERGMANN
08/04/26 Gerade 26 Jahre alt war sie, als sie 1976 Direktionsassistentin am Schauspielhaus Bochum wurde. Der Direktor war damals dort Claus Peymann. Seither hat die nun zur Interims-Intendantin der Salzburger Festspiele gekürte Karin Bergmann immer ganz eng mit prominenten Theaterpraktikern zusammengearbeitet und es schließlich – bisher ihre verantwortungsvollste Aufgabe – zur Burgtheaterdirektorin (2014-2019) gebracht.
Karin Bergmann ist ab sofort Interims-Intendantin
FESTSPIELE / INTENDANZ
07/04/26 Über die Karwoche und über die Osterfeiertage habe es „vertrauliche Gespräche“ gegeben, und heute Dienstag (7.4.) wurde die Katze aus dem Sack gelassen: Karin Bergmann ist ab sofort Interimsintendantin der Salzburger Festspiele.
Umjubelt! Gefeiert!
OSTERFESTSPIELE / KAMMERKONZERT V
07/04/26 Sechs Bläser aus den Reihen der Berliner Philharmoniker bewiesen am Karsamstag im Großen Saal des Mozarteums ihr stupendes Können mit Werken von Giuseppe Cambini, Luciano Berio, Pavel Haas und Leoš Janáček. Ein animierender Schlusspunkt der Kammerkonzertreihe der Osterfestspiele 2026.
Meister der Königsdisziplin
OSTERFESTSPIELE / KAMMERKONZERT IV
07/04/26 Unter all den heuer zu Ostern gezeigten Möglichkeiten, musikalisch intim miteinander zu kommunizieren, bewiesen die Berliner Philharmoniker am Karfreitag mit Mozart und Schostakowitsch, dass ihre Mitglieder auch auf dem Gebiet der Königsdisziplin Streichquartett firm sind.
Im Fadenkreuz der Nazi-Kunst-“Ästheten“
FEUILLETON / JAKOB ADLHART
03/04/26 Fast auf den Tag hundert Jahre ist es her, dass der Halleiner Bildhauer Jakob Adlhart den Kollegchristus schuf. In der Zeit der Nazi-Herrschaft musste diese expressive Skulptur ebenso weichen wie der Festspielkopf und die Genien am Bühnenportal im Toskaninihof.
Nicht wissen von allen Seiten
BUCHBESPRECHUNG / BRASCHEL / HEIM HOLEN
03/04/26 Man muss das Buch schon sehr genau gelesen und das Cover noch aufmerksamer studiert haben. Dann erkennt man in den unregelmäßigen Querstreifen die Falten der Trachtenröcke der Donauschwabinnen. Man erinnert sich der Karton-Särge, in denen diese Kostbarkeiten bewahrt – und Traditionen möglicherweise zu Grabe getragen wurden.
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