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Zur Meldung Zwanzig Finger und vier Beine für sieben Orgeln (16.6.)

16/06/22 Danke, dass Sie die Neubesetzung der Domorganistenstelle kritisch beleuchten. Mir hat ein Jurymitglied gesagt, dass man sich fragen darf, wozu man überhaupt ausgeschrieben hat. Das Ergebnis zugunsten Philipp Pelster stand ja bereits im Vorhinein fest.
Bei Robert Kovács hätte man auch erwähnen sollen, dass er 2006 den Improvisationswettbewerb in Haarlem gewonnen hat – ebenfalls so etwas wie der Mount Everest für Organisten. Kovács wäre für Salzburg eine Bereicherung gewesen. Die jetzige Lösung ist ein weiterer Rückschritt in der Kirchenmusik in Salzburg, nachdem das Mozarteum die Studienrichtung Kirchenmusik vor einigen Jahren eingestellt hat. Gott sei Dank hat man in St. Peter bei der Nachbesetzung von Armin Kircher einen hervorragenden jungen Kirchenmusiker ausgewählt.
Wenn Philipp Pelster behauptet, dass er ein Faible für französische Orgelmusik in all ihren Facetten hat, dann hätte er sich  eine andere Wirkungsstätte suchen müssen. Die große symphonische Orgelmusik ist auf unserer Domorgel wohl nur schwer darstellbar.
Peter Mittendorfer

Eine Newsletter-Abbestellung, die schmerzt

17/03/22 sehr geehrtes team von drehpunktkultur, möchte den newsletter ab sofort abbestellen, da ich ihre news meist schon aus der zeitung kenne und mein postfach täglich übergeht. vielen dank für die lange benachrichtigung!
gabriela schrems

Im Regelfall sind wir – da unser Redaktionsschluss um 14 Uhr ist und der Newsletter am gleichen Nachmittag hinaus geht – den Printmedien ehr um einen halben Tag voraus. Und nicht wenige Themen, die in den printmedien eher untergehen, greifen wir als einzige auf.
Die Redaktion

Zur Ukraine-Serie Das große Tor von Kiew (11.3.) und Lwiw, Lwow, Lemberg... (14.2)

22/03/15 Vielen Dank für die ganz tollen Beiträge zum Großen Tor von Kiew und über Rene Clemencic. Gut, dass Sie das Ukraine-Thema weiter spannen möchten. Guten Erfolg,
Dorothea Steiner

22/03/14 Danke für diesen so wichtigen, liebevoll geschriebenen und historisch so erfreulich unverkrampften Text über Lemberg!
Klemens Vereno

22/03/14 Nur ein Hinweis aus meinem Beitrag über Simon Stampfer in der „Jahresschrift der Deutschen Gesellschaft für Chronometrie“:
Als im Revolutionsjahr 1848 die Polen versuchten, die Wirren der Revolution für sich auszunutzen, trat der österreichische General William Friedrich von Hammerstein diesen Umsturzbestrebungen entschieden entgegen und ließ die Stadt Lemberg, seit der Ersten Teilung Polens 1772 österreichisch, mit Kanonen beschießen, wodurch viele bedeutende alte Gebäude in Brand gerieten. Schließlich wurden am 2. November 1848 die Akademie, die Universitätsbibliothek, das alte Theater und das Rathaus ein Opfer der Flammen. Dabei wurde auch Simon Stampfers Turmuhrwerk schon elf Jahre nach seinem Einbau zerstört. Galizien musste noch bis 1854 den Belagerungszustand ertragen.
Nach der Zerstörung des Turmuhrwerks von Stampfer 1848 ist dieses heute im Rathausturm von Lemberg zu besichtigen: ein großes dreiteiliges Turmuhrwerk aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts mit einem Zusatzwerk.
Michael Neureiter

Zum Stich-Wort Venus von Willendorf (28.2.)

10/03/22 Die Universität Wien nennt nun das Trentino als wahrscheinlichste Herkunftsregion des Steins der Venus von Willendorf, aber auch die Ostukraine wird nicht ausgeschlossen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass unsere Venus auch dort entstanden sein muss.
Da dem Fund der Venus I in Willendorf auch noch zwei Elfenbeinstücke (Venus II, III) folgten, an denen Vorarbeiten für eine Figurenfertigung erkennbar sind, dürfte sie erst in der Wachau geschnitzt worden sein, im Camp von Eiszeit-Jägern, die an der Donau auf Großwild warteten.
Auch die scharfen Ränder der kreisrunden Schalen auf Venus I zeigen, dass der Schnitzer nicht lästige Körnchen ausbrach, sondern dass er mögl. Opferschalen darstellte, wie sie nördlich der Donau an aufgetürmten Granitblöcken vorkommen. In meinem Buch „Kult- und Schalensteine“ (Bibliothek der Provinz: Weitra 2021) zeige ich, dass die Schalensteine den Körperformen der Venus I verdächtig ähneln. Die Statuette mit Gesichtsschürze sollte vermutlich bereits „Mutter Natur“ darstellen, keine konkrete Ahnin, sondern die Landschaft als Figur. Für Figurinen des Gravettien war dies einzigartig.
Wolfgang Kauer

Zum Nachruf auf Friedl Bahner Neugierig und schier unermüdlich (3.3.)

03/03/22 Über mehr als zwei Jahrzehnte schaffte es Friedl Bahner als Obmann des Kulturforums Hallein, den Ruf dieser Stadt als vorbildhaften Kulturstandort im Land Salzburg voranzutreiben. Vorbildhaft vor allem auch für nachfolgende Kultureinrichtungen in anderen Salzburger Gauen und mit zunächst noch von politischen Einrichtungen wie zum Beispiel den „Kulturellen Sonderprojekten“ mitgetragenen Förderungen. Auch unsere Orchesterprojekte konnten wegen Bahners Engagement ab unserem Gründungsjahr 2003 bis 2012 mit Orchesterakademien bis hin zu Bad Dürrnberger Konzerten mit den nötigen finanziellen Mitteln – abgesehen von seiner Begeisterung für neue Formen – maßgebliche Akzente setzen (z.B. auch mit Michael Haydn-Schwerpunkten).
Ich erinnere mich an ein Gespräch ca. 2013 mit ihm, als er klagte, dass ihm Fördermittel zunehmend gekürzt wurden. Und als ich ihn bei der Sudhaus-Gründung 2015 als Noch-Obmann des zu Tode gekürzten Kulturforums Hallein in einer der Reihen sitzen und seinen besorgten Gesichtsausdruck sah, wurde mir klar, dass dies das Ende eines zwar gedachten, jedoch vom Start weg missglückten Neubeginns von Kulturvermittlung in Hallein war, welche sich (ja, wer eigentlich?) als Novum ausgedacht und forciert hatte. Das Sudhaus war eine klassische Totgeburt (das Aus war 2020), weil abgesehen von Corona jahrzehntelanges Know-How nicht vorhanden war, welches Friedl Bahner eben hatte (wenn man ihm nur zugehört hätte).
Es ist zwar sicher richtig, dass Friedl Bahners zunehmende gesundheitliche Probleme den Ausschlag für seinen Rückzug aus seinem bis dahin überaus aktiven, wenn auch für manche unbequemen Einsatz für vielfältig Kulturelles in Hallein gegeben hat; ich bin aber überzeugt, dass – hätte man sein Kulturforum nicht kaputtgespart – er sich mindestens einige, wenn nicht noch mehrere Jahre wie gewohnt aktiv für die Kultur in Hallein stark gemacht hätte. Letztlich hatte er verständlicherweise resigniert, als er feststellen musste, dass all seine Bemühungen und all das, was er zustande gebracht hatte, nicht nur nicht mehr aufrecht erhalten, sondern auch nicht mehr erweitert werden konnten.
Wolfgang Danzmayr
ehem. Leiter Musik & Kultur im ORF-S sowie Orchesterprojekt-Leiter

Zur CD-Kritik Pauken und Trompeten – Himmel und Hölle

28/01/22 Ich lese gerade mit Vergnügen die Rezension zum Requiem. Mit "Qui Mariam absolvisti" ist natürlich Maria Magdalena und nicht die Gottesmutter gemeint. Ich vermittle das immer in meinem Lateinkurs, in welchem wir auch den Text des Requiems durcharbeiten. Wegen des möglichen Missverständnisses hat man nach der Liturgiereform (das "Dies Irae" kommt weiterhin als Hymnus im Stundengebet vor) korrigiert in "peccatricem qui solvisti".
Stefan Engels

Zum Stich-Wort Apollofalter (3.1.)

07/01/22 für mich war der apollofalter dummer, um nicht zu sagen primitiver aktionismus und lenkt von den schönen orten ab! wenn man das einem regisseur vieler sehenswerter filme erklären muss, dann qualifiziert sich das selber.
wolf rosenlechner 

Zum Kommentar Kitzloch-Scheuklappen (5.1.)

05/01/22 Gratulation zu Kitzloch-Scheuklappen!
Robert Wimmer

Zum Stich-Wort Apollofalter und zum
Kommentar Hauptsache unter tausend (3.1.)

04/01/21 Bezaubernd der Artikel über den Apollofalter und wie wahr Ihre Beobachtung über die Coronaregel im Goldenen Saal. Wie auch immer, vielen Dank für diese Artikel und alles erdenklich Gute für 2022
Friedl Bahner

Zum Kommentar Seilbahn fahren anstatt Theater besuchen (22.11.)

22/11/21 Ein SUPER Kommentar – danke!!
Edi Jäger

Zum Kommentar Sichere Orte (3.11.)

04/11/21 Wir haben uns in der Coronaphase gar nicht so oft gesprochen, da ja das kulturelle Leben brach lag. Heute habe ich im Pressespiegel Ihren Kommentar gelesen und möchte Ihnen gerne aus vollem Herzen zustimmen.
In allen Aktivitäten, die die Kulturinstitutionen an den Tag gelegt haben, haben wir angestrebt, die Aufführungen möglich zu machen und gleichzeitig dem Publikum ein Gefühl der Sicherheit zu geben. Es gibt bis jetzt keine Anzeichen dafür, dass Theaterbesuche zu Infektionen geführt hätten. Insofern kann ich dem Grundtenor Ihres Artikels nur zustimmen. Ich habe auch den Eindruck, dass im Moment eine allgemeine Panikstimmung entstehen könnte. Ich glaube, es bleibt wichtig, alle Lebensbereiche differenziert zu betrachten. Umso wichtiger ist da eine Stimme wie Ihre.
Ich nehme dies auch als Gelegenheit, Ihnen für die kontinuierliche mediale Präsenz, die Sie mit dem Portal DrehPunktKultur für die Salzburger Kulturinstitutionen eröffnen und die damit verbundene journalistische Begleitung zu danken.
Carl Philip von Maldeghem

03/11/21 Da ich gerade Ihren Artikel über den Ausfall der Konzerte der Philharmonie Salzburg lese, möchte ich mich wegen des Konzertes „Totentanz“ vom Ensemble BachWerkVokal am kommenden Sonntag (7.11., 18 Uhr, Christuskirche) kurz bei Ihnen melden.
Ich selbst stand kurz vor meinem zweiten Impftermin, als ich mich am 29.10. mit Erkältungssymptomen positiv im Selbsttest überführte. Darauf folgte natürlich sofort ein PCR-Test, der dieses Ergebnis bestätigte. Die Absage aller Termine und häusliche Quarantäne erfolgte selbstredend und umgehend. Ich hatte im Folgenden einen sehr leichten Verlauf. Inzwischen zeigen die Selbsttests seit 1.11. wieder konstant negative Ergebnisse und ich fühle mich bereits wieder gut bei Kräften. Eine Möglichkeit zur Freitestung ist mir leider momentan trotzdem verwehrt, da ich zum Zeitpunkt der Infektion nicht voll immunisiert war, weshalb ich nun das Konzert am Wochenende leider nicht dirigieren kann.
Ich freue mich deshalb sehr, dass sich mein verehrter Kollege Alois Glaßner, der jahrzehntelange künstl. Leiter des Salzburger Bachchores, bereiterklärt hat, die Endproben und das Konzertdirigat zu übernehmen. Mir selbst blutet natürlich das Herz ob der wunderbaren Stücke und der Premiere von Tanz (Jolanda Laubenbacher) bei BachWerkVokal, wie Sie sich denken können. Dazu noch Schauspieler Wolfgang Oliver als „Tod“ in Distlers „Totentanz“. Aber vor allem bin ich dankbar und sehr glücklich, dass das Konzert mit BachWerkVokal stattfinden kann und ich die Leitung bei Alois Glaßner in so guten Händen weiß. Er ist ein großartiger und hochgeschätzter Kollege und hat sich höchste Verdienste mit dem Salzburger Bachchor erworben. Ich denke, viele Liebhaber:innen der Chormusik aus Salzburg werden die Gelegenheit gern nutzen, ihn wieder zu erleben. Im Sinne von Hugo Distlers großartigem Chorwerk „Totentanz“ und den Texten von Angelus Silesius bleibt mir nur zu sagen: Diesmal tanzt das Ensemble nicht nach meiner Pfeife! Aber wie schön, dass der Reigen stattfinden kann.
Gordon Safari, www.bachwerkvokal.com

Eine Musikkritik zu wenig

15/10/21 Ich weiß schon, dass die musikalischen Aktivitäten der Dommusik im „Normalbetrieb“ im DrehPunktKultur keine Berücksichtigung finden, aber dass das Domkonzert mit Bruckners f-moll-Messe im Rahmen der Kulturtage keine Erwähnung gefunden hat, hat mich schon verwundert, zumal das Konzert „Rhythm of America“ und die anderen Aufführungen ebenfalls im Rahmen der Kulturtage bei Euch medial gewürdigt wurden. Es ist nicht sehr oft, dass in Salzburg diese anspruchsvolle Messe aufgeführt wird. Der Dom war sehr gut besucht, obwohl sonst die meisten Leute eigentlich kommen, wenn Mozart auf dem Programm steht.
Robert Faust

Zum Kommentar Weiter suhlen im wohligen braunen Morast (17.9.)

17/09/21 Die Aufarbeitung der braunen Vergangenheit halte ich auch für sehr wichtig. Für die definitive Verurteilung eines Angeklagten steht für mich die Frage im Mittelpunkt: Hat er ein Menschenleben auf dem Gewissen?
Und: Der Hofrat auf dem Mozartplatz ist mir peinlicher als die zwei müden Thorak-Figuren.
Und: Das Festspiellogo trug in seiner schwarz-weiss-Verwendung noch die Signatur der Wojtek. Bei der vereinfachten goldenen Version für die Sonderbriefmarrke zum 50-Jahr-Jubiläum ließ ich sie streichen. Und so blieb es.
Hans Widrich

Hans Widrich war Pressechef der Salzburger Festspiele, Anm.

17/09/21 Sehr schön! – Lassen wir also die Salzburgerinnen und Salzbürger weiter dümpeln, gar sich suhlen im braunen Morast, der zwar nicht so gut, aber ungemein vertraut riecht. Und dessen Temperatur, wohlig an unsere Körper angepasst, doch wirklich keinen Grund gibt, auszusteigen aus der geschichtsvergessenen Komfortzone.
Ich könnte das nicht so schreiben! Ich reduziere auf Salzburg Scheisshaufen!
Robert Hutya

17/09/21 Wie wahr! Ich hätte allerdings statt einer Umbenennung etwas anderes besser gefunden: Die Straßennamen mit Ergänzungstafeln zu versehen. Entfernt man die Straßennamen, sind auch die Personen verschwunden und mit ihnen die Ereignisse, Funktionen und Zeiten, in die sie verstrickt waren – die beste Grundlage für das Vergessen. Ergänzungstafeln (wie sie in vielen Ländern zu finden sind) können aufklären, richtigstellen, die Personen ins richtige Licht rücken und so Erinnerungsarbeit leisten.
Dass allerdings beides vom Tisch (gewischt) ist, wirft ein bezeichnendes Licht auf die PolitikerInnen des Landes...
Christoph Janacs

Zur Besprechung Beste Laune in der Aula (10.9.)

11/09/21 Im Bericht über das Mozarteumorchester-Konzert letzten Donnerstag in der Aula steht „con Bio“, statt „Brio“, falls Sie es noch ausbessern wollen.
In der Aula muss der Zuhörer bei geschlossenen Türen und Fenstern wie unter einer schweren Maske fast ersticken – eigentlich eine Zumutung! Auch eine ständige Erinnerung an die Auswirkungen der Pandemie. Da ist die fast übertrieben ernste, getragene bis luftanhaltende Mozartinterpretation des Abends (verstärkt durch die Wahl der Zugabe) für junge Hörer wie meine Studentenklasse alles anders als ideal. Schade. Beethoven dagegen war die frische Brise, aber leider zu spät, fürchte ich, um dem armen Mozart Leben einzuhauchen. Da hat vielleicht „brio“ doch etwas mit „bio“ zu tun!
Mag. Betty Trobisch

Zur Konzertbesprechung Message control (29.8.)

30/08/21 Sehr geehrter Herr Kriechbaum! Glauben Sie wirklich, mit ihrem polemischen Text über das Konzert von A.-S. Mutter einen lesenswerten Beitrag geliefert zu haben? Geht es darin ja hauptsächlich um Peripheres: die Untersagung der Bild- und Tonaufnahmen im Programmheft, das Kleid der Geigerin, der vorwurfsvolle Hinweis auf das ausvekaufte Große Festspielhaus, die gekonnte Message-Kontroll der Künstlerin verbunden mit einem Seitenhieb auf den Bundeskanzler. Da bleibt wenig Platz für den kritischen Bericht über das Konzert, der mit Formulierungen wie seifiges Piano oder Gassenhauer für Francks Sonate auch noch entwertet wird.
Wie hätte mein ehemaliger Deutschlehrer gesagt: Sie sind auf ihren Ohren gesessen und haben die Sitzfläche als Lauscher in die Höhe gehoben. Da kommt dann so etwas heraus – zum Schämen.
Dr. Josef Thonhauser

Zur Theaterkritik Kein Königreich für ein Pferd (26.7.)

07/08/21 Ich verstehe die (Theater-)Welt nicht mehr. Da berichten viele (nicht alle) Medien enthusiasmiert von „Richard the kid and the king“ - und mein Freund und ich gehen gelangweilt und angeekelt in der Pause (nach zwei, aber gefühlt vier Stunden), weil wir eine zweite Hälfte nicht ausgehalten hätten. Alles, was diverse KritikerInnen in dem „Stück“ fanden oder zu finden glaubten, ich habe es nicht gefunden. Das ewige Gebrülle, exaltierte Getue, Grimassieren, der Mischmasch aus Deutsch und Englisch und das gefühlt tausendmal wiederholte „fucking“ ödeten mich derart an, der Geschlechtertausch (wie er jetzt so „in" ist, aber meines Erachtens überhaupt nichts bringt) und die Mehrfachbesetzungen führten dazu, dass die Figuren schablonenhaft, austauschbar blieben und in keiner Weise einem (zumindest mir) nahe gingen; v.a. aber eröffneten sich mir keine neuen Verstehenshorizonte, von denen in diversen Kritiken zu lesen war. Es war ein lautes, clowneskes Spektakel, weit weg von Shakespeare, das ich mit ein paar Gläsern Wein hinunterspülen musste, um mich von dem Ärger ob eines verpatzten Abends zu befreien.
Christoph Janacs

Zum Kommentar Es schüttelt einen vor Ekel (31.7.)

01/08/21 Mit großem Ekel habe ich Euren Beitrag gelesen. Wirklich gewundert hat es mich nicht. Wir haben auf Besuche der Festspiele verzichtet, nachdem wir gesehen hatten, dass man ohne Abstand sitzt. Eigentlich müsste man die Personalien dieses Unmenschen aufnehmen lassen und ihn zu einem PCR  Test verpflichten. Sind denn die Karten entsprechend personalisiert?
Viktor Gartner

Zur Glosse Frisch geimpft zum Jedermann, echt wahr? (24.7.)

26/07/21 Ddanke für die Jedermann-Impf-Glosse. Das ist echt eine kuriose Verknüpfung, die Sie in Ihrer Glosse in bewährter Weise sehr fein, mit spitzer Feder beleuchtet haben!
Verena Brunner

Zur Besprechung Verschiedene Züge (21.7.)

22/07/21 „Im Endlos-Loop wird (im ersten Satz) eine Interkontinentalreise zwischen New York und Los Angeles suggeriert, im zweiten Satz die Deportation in polnische Vernichtungslager ausgemalt.“ Ich sollte nicht an die Tatsachen erinnern müssen. Die Todeslager waren deutsch. Erbaut von Deutschen nach der deutschen Invasion und während der deutschen Besatzung. Es gilt als falsch, ignorant und beleidigend, die deutschen Todeslager als polnisch zu bezeichnen.

Chris Jezewski

Zur Meldung GESTALTUNGSBEIRAT: Zwei neue Mitglieder (14.7.)

14/07/21 Hier liegt ein grundsätzliches Missverständnis vor: Der Gestaltungsbeirat ist ausschließlich für die neueren Bereiche von Salzburg zuständig, NICHT jedoch für die Altstadt und die so genannte Zone 2, die an die Altstadt anschließt und hauptsächlich Gründerzeitviertel betrifft.
Denkmalschützerische Angelegenheiten hat der Beirat so gut wie nie zu begutachten, bzw. müßte, sollte ein denkmalgeschützter Bau in den Stadtvierteln, für die der Beirat zuständig ist, betroffen sein, die Landeskonservatorin zugeschaltet werden, um ihre Vorgaben zu formulieren, die in einem gesonderten Bewilligungsverfahren, zusätzlich zum Bauverfahren behandelt werden müssen.
Dass für die Altstadtschutzzone und die Schutzzone 2 ein regional besetztes Gremium, nämlich die Altstadtkommission zuständig ist (in dem die Landeskonservatorin mitvertreten ist), ist seit Jahrzehnten ein Stein des Anstoßes, an dem aber von politischer Seite nicht gerüttelt wird, da nur so das Land – einzigartig in Österreich – seinen Einfluss auf das Baugeschehen der Stadt behält, da die Altstadtkommission beim Land angesiedelt ist und mit zwei Expert*innen beschickt wird, zusätzlich zu den beiden Expert*innen der Stadt…
Ursula Spannberger

 

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