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Zur Konzertbesprechung Die beiden Opern-Parodien schlechthin (4.2.)

05/02/24 Ich finde es immer (wieder) bedenklich, wenn eine Künstlerin oder ein Künstler mit einem andere ausschließenden Superlativ bedacht wird. Sol Gabetta ist eine absolute Spitzenkünstlerin, keine Frage. Aber, so wie vor einigen Jahren einer eurer Kollegen Claudio Abbado als den „charismatischsten“ Dirigenten postuliert hat (als ob die anderen Weltklasse-Dirigenten kein oder weniger Charisma hätten...) ist es meines Erachtens problematisch, wenn über Sol Gabetta gesagt wird: '“Gibt es zur Zeit jemand anderen in der Cello-Welt, der diesen Solopart mit vergleichbarer Elegance rüber bringt?“ Doch, gab und gibt es! Ich erinnere an Mischa Maisky, dessen zupackende Art möglicherweise nicht diese „Elegance“ hatte, aber ich selbst habe Julia Hagen im Schloss Walpersdorf vor zwei Jahren mit diesem Konzert in unvergesslicher Weise erlebt, technisch absolut perfekt, mitreißend gestaltend und: mit Elegance. Der Olymp ist sehr hoch, auf ihn passt nicht nur eine oder einer...
Wolfgang Danzmayr

Zur Theaterkritik Er hat ihn ja doch ermordet (27.1.)

02/02/24 Ich gratuliere dem DrehPunktKultur-Team zu der sehr differenzierten Mozartwoche-Berichterstattung vor allem in Bezug auf Antonio Salieri.
Es ist wichtig, wenn allzu oberflächliche Mythen zurecht gerückt werden. Leider ist euch mit dem reißerischen Titel zur Rezension über „Amadeus“ meinem Empfinden nach dann doch etwas daneben geraten: Salieri hat nämlich in Shaffers Stück wie auch in Formans Kinofilm Mozart keineswegs ‚ermordet‘. Er intrigiert mit allen Mitteln in diesem Stück gegen Mozart, wo er nur kann, weil er dessen Genialität sofort erkennt und von Mozart auch öffentlich bloßgestellt wird, und er nötigt den gesundheitlich schon am Zahnfleisch gehenden Konkurrenten als ihm vermeintlich wohlgesinnter Kollege die Abschrift des Requiems ab, weil es ihn, der diese hohe Qualität eben erkennt, wirklich brennend interessiert. Mag sein, dass Salieri mit dieser Aktion dem ohnehin schon todgeweihten Mozart damit noch die letzte Kraftreserve nimmt. Aber ich würde es keineswegs als ‚Mord‘ bezeichnen. Peter Shaffer hat ein hoch differenziertes, geniales Psycho-Drama geschaffen, in welchem es eben nicht mehr darum geht, ob Salieri Mozart auf welche Weise auch immer ermordet hat, sondern welch (selbst)mörderische Affekte Eifersucht zu bewirken vermag.
Wolfgang Danzmayr

Zur Konzertbesprechung Musik wie ein Vulkanausbruch (28.1.)

29/01/24 Liebe MacherInnen von Drehpunktkultur, ich möchte meinen Respekt für eure Arbeit ausdrücken (Anlass ist die Besprechung „Musik wie ein Vulkanausbruch“, es gäbe viele andere Beispiele). Drehpunktkultur ist für mich ein wichtiger Mosaikstein des Geflechts der Kultur in Salzburg auf hohem Niveau, danke!
Beda Percht

Zur Konzertbesprechung Von Alpha bis Omega (25.1.)

29/01/24 Horst Reischenböcks Behauptung in seiner Kritik des Eröffnungskonzerts der Mozartwoche 2024 bedarf einer Klarstellung der Fakten: Das Mozarteumorchester hat Mozarts Es-Dur-Symphonie KV 16 am 23. August 2020 unter Adam Fischer und am 27. August 2023 unter Antonello Manacorda im Mozarteum in öffentlichen Konzerten gespielt.
Ernst Naredi-Rainer

Zur Hintergrund-Geschichte Die „Opfer“ wehren sich (19.8.)

19/12/23 Sehr geehrter Hr. Kriechbaum! Sie verdrehen ja schon wieder die Tatsachen. Fakt ist, dass die Konzertvereinigung Mittäter in dieser Angelegenheit ist. Es geht auch nicht in erster Linie bei unserer Strafanzeige um die reduzierten Gagen der 'Reengagierten', sondern hauptsächlich um die 150 Freigesetzten, allesamt Freischaffende und eben nicht Stammmitglieder des Wiener Staatsopernchors. Die KV (Konzervereinigung Wiener Staatsopernchor, Anm.) hat bei den 'Reengagierten' sogar klar ihre Stammmitglieder bevorzugt.
Den Freigesetzten aber wurde ausser einer minimalen Abschlagszahlung z.B. Boris ca. 300 € für schon geleistete Proben Jan-März 20 überhaupt nichts bezahlt. (…)
Was die Konzertvereinigung getrieben hat eine derartige Stellungnahme abzugeben, die allen Mails (diese ist ja nicht die einzige, die wir haben) widerspricht, ist uns schleierhaft. Sollte die KV diese Stellungnahme im Prozess wiederholen, würde es sich daher um einen Meineid handeln.
Ich ersuche Sie, das in ihrem Artikel richtigzustellen, denn so ist es eine ressentimentgeladene Falschmeldung.
Hier was der standard zu dieser Sachlage, basierend auf der APA-Meldung, geschrieben hat. 

Mit freundlichen Grüßen + Bitte um Korrektur
Wolfgang Ablinger-Sperrhacke 

DrehPunktKultur hat den Lesern die Aussendung der Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor zur Kenntnis gebracht. Das hat nichts mit Verdrehung von Tatsachen zu tun. Festspiele, Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor und Wolfgang Ablinger-Sperrhacke/art but fair united sind eben Parteien in diesem Streit vor der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft. Selbstverständlich „korrigieren“ wir keine Meldungen auf Zuruf. krie-

Zur Besprechung Beim Schleunigen pascht der Rabbi mit (1.12.)

11/12/23 Darf ich Ihnen bedanken für die schöne Kritik des heurigen Adventsingens gratulieren. Ich muss leider aber auch feststellen dass Sie haben dem langjährigen Kostumist des Adventsingens einen falschen Vorname gegeben. Er heißt Hellmut Hölzl und nicht Werner Hölzl. Ich finde es schade, dass genau bei seinem letzten Auftritt für das Adventsingen nach über 40 Jahre Dienstleistung, wird der grandiose Gewandmeister namentlich falsch dargestellt.
Wissen Sie, ein Adventsingen besteht nicht nur aus Sänger, Orchester und Regie...
Michael Darmanin

Zur Besprechung Abendsegen ohne Engel (8.1.)

09/12/23 Viele Schüler, Schülerinnen und Studierende sind mit ihrer Figur unzufrieden und leiden unter Essstörungen. Besonders übergewichtige Kinder und Jugendliche werden gehänselt. Die Kritik, die körperliche Auffälligkeiten negativ konnotiert anspricht, wie „pummelig“ in der Hänsel und Gretel Rezension ist unentschuldbar!
Markus Hofmann

Pardon, das Adjektiv „pummelig“ ist überhaupt nicht negativ gemeint, sondern ganz im Gegenteil als Lob für die überzeugende Darstellung eines nicht ganz schlanken, pubertierenden Knaben durch eine als Singschauspielerin sehr begabte junge Sängerin.
Gottfried Franz Kasparek

Zum Stich-Wort Mohr und seine Gitarre (21.11.)

21/11/23 Vorweg vielen Dank für den Bericht (mit Abbildung!) über die heurige Weihnachtsbriefmarke der Stille Nacht Gesellschaft. Eine kleine Korrektur an folgender Textpassage erlaube ich mir anzubringen: „Gespielt hat damals Gruber auf dem Instrument des dichtenden Kaplans, so man der Überlieferung Glauben schenkt.“ Bei der „Premiere“ des Liedes in der Christmette in der Oberndorfer St. Nikolaus-Kirche gab es folgende Rollenaufteilung: Gruber sang die Bass- und Mohr die Tenorstimme. Dazu spielte Joseph Mohr die Begleitmelodie auf der ‚berühmten‘, bis heute erhaltenen Gitarre.
Freilich wird auch ein Durch-und-durch-Musikus wie Franz Xaver Gruber das Instrument virtuos beherrscht und seine Schulkinder beim fröhlichen Singen mit Gitarre begleitet haben. Das Gruber-Denkmal in Berndorf legt davon Zeugnis ab: Das Denkmal auf der Friedhofsmauer – am Platz seines ehemaligen Wohnhauses – wurde vom Kuchler Bildhauer Peter Schwaighofer gestaltet und zeigt Franz Xaver Gruber eben mit Gitarre als Symbol für seine Musikalität und sein umfangreiches Schaffen.
Hannes P. Schneilinger, Vorstand Stille Nacht Gesellschaft

Zur Meldung 600.000 Euro für Supergau (21.11.)

21/11/23 Es tut mir leid, aber ich kann mich weiterhin nicht daran gewöhnen, dass ein kulturelles Projekt mit dem für Mega-Katastrophen eingebürgerten Begriff ‚Supergau‘ ein eigentlich nur Aufmerksamkeit heischendes Spiel spielt.
Unabhängig davon frage ich mich jedoch schon, was für ein eigenartiges Bild das abgibt, wenn nur 1/3 des Gesamtbudgets den Künstler*innen vorbehalten ist. Alle mir bekannten kleineren Vereine geben den weitaus überwiegenden Teil ihres Budgets für künstlerische Leistungen = Künstler*innen aus, und nicht in administrative und organisatorische Tätigkeiten! Die muss nämlich angesichts zum Teil mickriger Förderungen der öffentlichen Hand meist ehrenamtlich ausgeführt werden, geschweige denn, dass sich da noch etwas für die an sich höchst notwendige PR ausgeht, die aber notwendig ist, damit man bei Medien nicht unter dem Radar läuft. Meine Vermutung bestätigt sich Jahr für Jahr, dass der Trend in der Kulturadministration beinahe nur mehr in Richtung schlagzeilenträchtige Super-Events geht, abgesehen von den satten € 380.000 für Organisation und Administration, oder wofür sonst?
Wolfgang Danzmayr

Zum Kommentar Apokalypse geht nur ein Mal (23.10.)

24/10/23 Schenkt dem „Jedermann“ endlich die Besetzung, die er verdient: Andreas Gabalier und Helene Fischer!
Eigentlich ist es eine einzige Peinlichkeit, dass diese Blanko-Entschuldigung für alle, die ein Leben lang andere betrügen, belügen und quälen, noch immer aufgeführt wird. Aber, wenn der Stierkampf Geld einbringt, wird er nicht abgeschafft. Warum sollte es beim „Jedermann“ anders sein?
Um die Pseudomoral des Stückerls auf dem Domplatz als Moral verkaufen zu können, braucht man glaubhafte Darsteller, die handwerklich perfekt Belangloses und Allgemeinplätze auf die Bühne bringen können. Von der Schlagersternchen-Besetzung serviert, würde das Publikum diese literarische Beruhigungspille, die jegliche Selbstkritik und das eigene Gewissen ausschaltet, auch weiterhin jubelnd einnehmen.
Thomas M. Schallaböck

24/10/23 Vielen Dank!
Franziska und Michael Neureiter

 

Zum Kommentar Wer ist stärker, ich oder ich? (4.10.)

04/10/23 Reinhard Kriechbaum ist zu verdanken, dass zumindest ich jetzt von diesem Unfug einer Personalunion Planungs- und Baubehördenleiter & Weltkulturerbe-Beauftragter erfahren habe – schließlich geht’s hier ja auch immerhin um ‚Kultur‘. Wie viel dreister kann eine Partei, die ohnehin schon mit McDonalds-Sager im nicht nur medialen Kreuzfeuer steht, noch vorgehen?? Ach ja, der Herr Sowieso erklärt sich für ‚unbefangen‘; no na net.
Wolfgang Danzmayr

Zur Glosse Kinder, auf zu McDonald's! (29.9.)

01/10/23 Die Glosse vom 29.September 2023 mit dem Titel „Auf zu McDonalds“ ist für mich nach mehrmaligem aufmerksamen Lesen Politiker-Bashing in üblicher Form des medialen Heulens mit den Wölfen zur unausgesprochenen Überschrift „Nehammer muss weg“.
Peter Plaikner

01/10/23 Wenns eine Posse wäre, das Thema dieser Glosse, in der die Video-Geschichte Nehammers von Reinhard Kriechbaum auf den Punkt gebracht worden ist, wäre es ja noch erträglich. Geschmacklos ist es allemal, was Herr BK in Stammtisch-Manier zeternd von sich gegeben hat. Aber nein, es hat sich wirklich unter Gleichgesinnten und scheinbar ohne Widerspruch anderer ÖVP-Funktionäre und -innen so abgespielt. Nun wundert es einen ja nicht , dass derlei Abgehobenheit und Ignoranz fern jeglicher Lebensrealität in Österreich in dieser Partei immer wieder auftauchen.
Aber die Reaktionen (Herr Mayer in Salzburg, Herr Stocker in Wien) sind auch nicht ohne. Besonders jene der "Frauenministerin" ist besonders beschämend. WOLLEN diese Herrschaften einfach nicht hinschauen, oder ist es Ihnen vielleicht doch egal? Was macht Frau Raab den ganzen Tag? Kennt sie keine Berichte über Armutsforschung? Hat sie dem Herrn Landau nicht zugehört, der weiß, worüber er redet, weil er sich der Schwachen in diesem Land annimmt? Eine völlige Fehlbesetzung dieses Postens. Man könnte den Eindruck bekommen, die neue Generation von ÖVP-Frauen (Raab, Sachslehner, davor Köstinger u.a.) erschöpft sich in Bewunderung ihrer männlichen Idole in der Partei und taugt nur für den Laufsteg dieser Partei, vielleicht gar als Aufputz? Da gabs schon stärkere Frauen in der Politik, auch in der ÖVP.
Ist Frau Raab als Familien- und Frauenministerin nicht darüber informiert, wie es manchen Frauen und Familien in Österreich wirklich geht, nur weil sie in Armut leben und keine Lobby haben? Wie wärs mit mehr Kinderbetreuung? Besseren Löhnen für Frauen? Abschaffen von Ideen wie Herdprämie? Wie wärs mit Börsenkursen an den Finanzmärkten für die Arbeit von Frauen? Für Pflegearbeit in der Familie, Erziehungsarbeit, anstelle von Immobilienwerten? Wahre Leistung, die der Gesellschaft nützt, sollte zählen, nicht virtuelle. Nicht die Ho´s, nicht die Benko´s bringen die Gesellschaft weiter, sondern Frauen in der Politik, die sich für Frauenthemen wirklich einsetzen und nicht wegschauen, wenns peinlich wird. Sonst werden Frauenquoten obsolet.
Ein Trauerspiel, was sich hier abspielt. Anstatt zu arbeiten wird schon Wahlkampf betrieben. Die Wahlen werden hoffentlich eine klare Antwort geben. Das Problem ist nur, dass die ÖVP mit ihrer abgehobenen Politik den Weg für die FPÖ ebnet und ihr den roten Teppich für einen Wahlsieg auflegt. Denn rechts überholen funktioniert nicht, das haben ja einige inzwischen verstanden. Die Leute gehen nämlich eher zum Schmied als zum Schmiedl, wenn sie unzufrieden sind.
Und die jüngste Beschwichtigungsmaschinerie des Kanzlers mit seinen Ansprachen (Figl, „Autoland Österreich“ und endlose weitere unnütze Reden) täuscht die Menschen nicht darüber hinweg, was die Lebensrealität hier und jetzt ist.
Andrea Nießner

Zum Kommentar Eh alles ganz normal (14.9.)

15/09/23 Ich bin ganz Ihrer Meinung und sehr besorgt. Nur, was sollen wir tun? (Spontan wollte ich fragen:"Was tamma?") Heute schreibt auch im Standard Herr Gridling: Wir sollen wachsam sein. Ja wachsam bin ich – aber was tun mit der Wachsamkeit, wenn es so vielen komplett wurscht ist, in welche Richtung unser Land sich entwickelt. Die meisten schlafen dem Untergang entgegen. Mich erinnert unsere Situation sehr an das Buch von Illies: „1913“. Alle „großen“ Geister sind mit ihren kleinen Befindlichkeiten beschäftigt („Rilke hat Schnupfen!“). Dass im Jahr darauf der Weltkrieg ausgebrochen ist, und die Zeichen der Zeit sehr wohl sichtbar waren... davon ist kaum was zu spüren.
Ich danke Ihnen für Ihre Beiträge, die immer wieder auf die Probleme hinweisen!
Gerlinde Ausweger

Zur Konzertkritik Viele Frauen beim Brucknerfest ohne Bruckner (11.9.)

11/09/23 Die von Horst Reischenböck mehrfach erwähnte Komponistin heißt nicht Smith (das wäre dann Alice Mary), sondern Smyth und war bei der IGNM-Gründung 1922 auch (als einzige Komponistin) hierorts zugegen. Es gibt auch ein Foto von damals, welches in der Jubiläumsausstellung zum 100 Jahres-Jubiläum der IGNM gezeigt wurde. Und wenn er vor ca. einem Jahr das von der Uni Mozarteum, der IGNM und dem von mir geleiteten Orchesterprojekt veranstaltete, bereits 4. Konzert mit ausschließlich Werken von Komponistinnen wahrgenommen hätte, hätte er mit der Geigerin Annelie Gahl und dem Hornisten David Fliri die Österreichische Erstaufführung(!) dieses Konzerts erleben können. Nebenbei bemerkt hatten wir auch das Klarinetten-Andante der erwähnten Alice Mary Smith mit Marius Birtea als Solisten mit im Programm.
Wolfgang Danzmayr, Verein Orchesterprojekt (seit 2003)

Zur Konzertkritik Blitze aus gelassener Hand (11.8.)

19/08/23 Ihrer positiven Kritik kann ich überhaupt nicht folgen: für mich war der Liederabend eine reine Enttäuschung: Matthias Goerne hat in meinen Ohren eine schöne Stimme, aber er singt nicht schön. Das Wahrnehmen einer schönen Stimme ist durchaus sehr individuell und hängt vom persönlichen Geschmack ab. Für das „schöne Singen“ gibt es jedoch Kriterien. Da ist als erstes die Textverständlichkeit zu nennen. Leider konnte man nichts verstehen. Wie Sie richtig feststellten, liegt es an den zu gering artikulierten Konsonanten. Zweitens ist ein Liedinterpret ein Erzähler und kein Vorleser. Ohne Text und Notenblatt ging leider nichts.
Man kann Herrn Goerne zu Gute halten, dass das Programm umgestaltet wurde, allerdings liegt das auch schon mehr als 4 Wochen zurück. Ein Klassiker wie „Der Wanderer“ gehört zum Grundrepertoire eines Sängers und müsste auch mal mit Blick zum Publikum gesungen werden können. Dass dies möglich ist, dazu verweise ich vor allem auf britische und amerikanische Sänger wie Gerald Finley, Ian Bostridge, Thomas Hampson oder die wunderbaren Sängerinnen Cecilia Bartoli, Christiane Karg oder Regula Mühlemann. Haben Sie diese Künstler schon jemals mit einem Notenpult bei einem Liederabend gesehen? Und damit kommen wir zum dritten Punkt: das Klammern an das Pult und Drehen des Pults hatte zur Folge, dass die Körpersprache von Matthias Goerne an die eines Hampelmanns erinnerte. Die Arme gingen mal in die eine oder andere Richtung hoch, der Körper wurde verdreht. Es war peinlich ihm zuzusehen, weshalb wir uns auf das Textheft konzentrierten.
Natürlich kann ich verstehen, dass trotz schlechter Leistung eine öffentliche Kritik dem Künstler auch Respekt zollen sollte, aber sie sollte ehrlich sein. Diesen Schubert-Abend als Sternstunde zu bezeichnen, entspricht einfach nicht der Realität, sondern ganz im Gegenteil: es war ein Tiefpunkt.
Dr. M. Magdalena Vogel

Zur Hintergrund-Geschichte Nach 69 Jahren top aufgemöbelt (14.8.)

15/08/23 welche rolle furtwängler, karajan u.a. im 3. reich gespielt haben oder nicht – was tragen solche verweise in einer musikkritik bei!?!!! welchen einfluss hatte bzw hat das auf deren können!?!!!... null. je länger die nazizeit vorbei ist, desto mehr glaubt die journaille, diese künstler anpatzen, die sache am köcheln halten zu müssen!!!...? mir ist wichtig, ob deren interpretationen überzeugen können oder nicht. alles andere ist sekundär.
wolf rosenlechner 

Zur Besprechung Geistliche Lebensfreude (6.8.)

07/08/23 Wir danken für den Bericht über die sehr eindrucksvolle Mozart-Matinee – wir haben sie nach heute vormittags gerade in ORF III nochmals mit Freude erlebt.
Darf ich zum Bericht „Geistliche Lebensfreude“ von Paul Kornbeck anmerken: Es handelt sich nicht um eine 2010 „prachtvoll restaurierte Orgel“, sondern um ein völlig neues Instrument der Fa. Eule, finanziert durch die Stiftung „Propter Homines“. Das alte Instrument wurde an eine Pfarre in Polen weitergegeben.
Michael Neureiter

Zum Kommentar Bei einem Ohr rein, beim anderen raus (22.7.)

24/07/23 Der Kommentar des ewig gestrigen Herrn Kriechbaum über die letzte Generation war so derartig widerlich dass man den Newsletter einfach dringend abbestellen muss. Bitte belästigen Sie mich nicht mehr. Wie weit kann man von Kultur entfernt sein um so einen Kommentar zu schreiben??
Mag.phil.Dr.med. Ursula Weitgasser

22/07/23 Ich bin nicht immer Ihrer Meinung (muss ich auch nicht), aber dieser Kommentar – Bei einem Ohr rein, beim anderen raus - hat es in sich. Chapeau!
Christoph Janacs

22/07/23 Danke für den Artikel über die AktivistInnen!
Editta Braun

22/07/23 Respekt angesichts der Jedermannbesprechung und des Kommentars... vergnüglich zu lesen, also auch dem Docere und Delectare gewidmet. Der Schluss der Inszenierung wohl von Hofmannsthalscher Ideologie befreit, wenn ich richtig lese.
Karl Müller

Zum Nachruf Helmut Berger Extreme in Höhen und Tiefen (19.5.)

27/05/23 In Ihrem Nachruf ist unter anderem von einer Plattenbau-Wohnung zu lesen. Der Manager von Helmut Berger/Steinberger, Helmut Werner, behauptete, er habe glücklich und zufrieden in einer Seniorenresidenz gewohnt. Ich, gleichen Alters wie Helmut Berger besuche seit mehr als 60 Jahren ehrenamtlich Alte, Kranke oder sonstwie Leidende. So besuchte ich auch ihn – soweit ich feststellen kann, als eine(r) der wenigen... Helmut Berger lebte die vergangenen Jahre weder in einem Plattenbau noch in einer Seniorenresidenz...
Barbara Keller

Wir bezogen uns in unserem Nachruf auf die Zeit, bevor Helmut Berger im Altersheim war.

Zum Nachruf Eine hellwache Kultur-Beobachterin (17.5.)

17/05/23 Danke für den Nachruf für Monika Kalista – das hat sie wirklich verdient. Traurig.
Ulrike Reinert

17/05/23 Der Tod von Monika Kalista – gerade auf DPK gelesen – macht betroffen. Ja, ich habe sie immer als wache, neugierige und aufgeschlossene Kunstinteressierte erlebt, eine der wenigen Kultur-Beamtinnen, die man auch bei Veranstaltungen regelmäßig traf: ob im Theater, bei Konzerten und Ausstellungen, im Kino oder im Literaturhaus, wo sie noch vor ein paar Wochen bestens gelaunt und interessiert im Publikum saß – und danach begeistert von einer Reise nach Costa Rica erzählte. Wir trauern um eine engagierte Frau mit großem Herzen, an die wir uns noch lange erinnern werden.
Tomas Friedmann

 

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