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Sparen bei den Kleinen

KOMMENTAR

14/10/20 Von Reinhard Kriechbaum – Wer hat, dem wird gegeben, heißt es in den Bibel, und dort steht auch der Umkehrschluss: Denen, die wenig haben, wird auch das noch genommen. Die ideologische Absicherung aus dem Neuen Testament hilft jenen wenig, die Projekt um Projekt um Kleinförderungen von ein paartausend Euro feilschen – und oft genug auch darum bangen müssen.

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Keine Post an Marko Feingold

GLOSSE

17/09/20 Von Reinhard Kriechbaum – „Bürgerliste stimmt gegen Makartsteg“, heißt es in der Mail-Betreffzeile einer Aussendung zur Causa Marko-Feingold-Gedenken. Genau das tat sie nun freilich nicht, bestätigt sich beim Lesen der Presseaussendung: Man stimmte für Makart und war strikt dagegen, dass der Makart-Steg seinen Namen zugunsten des zu ehrenden Marko Feingold verliert.

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Konsumfrei sitzen auf Lärchenholz

GLOSSE

10/09/20 Von Reinhard Kriechbaum – Ein Schelm, wer glaubt, dass eine Innenstadt vor allem eines sein soll: gemütlich für ihre Bewohner. Salzburger und -bürgerinnen rechnen damit eigentlich gar nicht mehr. Wenn die paar Bänke am Mozartplatz und jene im Furtwänglerpark besetzt sind (und das sind sie oft, im Regelfall von Gästen), dann heißt es für uns Einheimische: stramm stehen.

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Geistes-Gegenwart wäre gefragt

KOMMENTAR

08/09/20 Von Reinhard Kriechbaum – „Kunst ist für Österreich nicht nur systemrelevant, sondern gesellschaftlich und wirtschaftlich lebensnotwendig.“ Das haben die Rektorinnen und Rektoren der Kunstuniversitäten in einer gemeinsamen Stellungnahme an die Bundesregierung geschrieben.

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Abgefrorene Nasen

GLOSSE

07/09/20 Von Werner Thuswaldner – Den heimischen Wirten muss unter die Arme gegriffen werden. Sie wissen auch schon, wie. Ob Inuits häufig unter Blasenentzündungen leiden? Die Medien berichten nichts darüber. Dies ermutigt Lokalbetreiber dazu, auch in unseren Breiten zu verlangen, die Gastgärten im Winter offenhalten zu können.

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Heizschwammerl

GLOSSE

04/09/20 Von Reinhard Kriechbaum – Also sprach Harald Mahrer, Chef der Wirtschaftskammer: Angesichts der Corona-kränkelnden Gastronomie sei es „total widersinnig“, im Herbst die Schanigärten wegzuräumen. Wozu gibt’s Heizschwammerl? Neidlos gestehen wir wieder einmal der Wirtschaft zu: Von ihr könnte die Kultur noch viel lernen.

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Schweinefleisch und Noten vom Nahversorger!

GASTKOMMENTAR

01/02/20 Viele Menschen in Salzburg bewegt, dass die Mayrische – die einzige Musikalienhandlung zwischen München und Wien – in wenigen Wochen zugesperrt wird. Helmut Zeilner, Salzburger Landeschorleiter, vergleicht den Notenhandel mit dem Verkauf von Nahrungsmitteln aus der Region.

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Gesundheits- und Konsumentenschutz

KOMMENTAR

31/08/20 Von Reinhard Kriechbaum – Hat man eigentlich Bundespolitiker in Salzburg gesichtet im Verlauf der vergangenen vier Festspielwochen? In größerer Zahl sind sie erst am vierten Wochenende, also nach Woche drei, aufmarschiert. Und da war wohl der Besuch des deutschen Bundespräsidenten die Triebkraft und eher nicht das kulturelle Interesse.

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Nur Mut, ihr Lieben!

GLOSSE

27/08/20 Von Reinhard Kriechbaum – Wenn wir uns geduldig anstellen bei den Eingängen in die Festspielhäuser, Personalausweise bereit halten, Barcodes scannen lassen und den Mundschutz auch während der Vorstellung aufbehalten – da kommt uns schon gelegentlich schon vor, dass man im Kultur-Umfeld ganz besonders karniefelt wird. Das Publikum nicht weniger als die Kunstschaffenden.

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Sinngeber und Arbeitgeber

KOMMENTAR

21/08/20 Von Reinhard Kriechbaum – „Keine Verfassung, ein Memorandum“ habe man geschrieben, betonte Intendant Markus Hinterhäuser am Freitag (21.8.) bei der Unterzeichnung. Also eine Denkschrift. Etwas, was künftige Festspiel-Leitungen und ihre Geldgeber zumindest im Hinterkopf behalten sollten.

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Dichtung in den Öffis

GLOSSE

15/08/20 Von Werner Thuswaldner – „Maske auf, Naserl rein, so muss das sein“. Welcher österreichische Poet, welche Poetin diesen Reim, der als Durchsage in den öffentlichen Verkehrsmitteln Wiens ertönt, geschaffen hat, ist nicht bekannt.

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Fächerpolka. Schlangenwahl.

KOMMENTAR

09/08/20 Von Heidemarie Klabacher – Fächeln verboten. Das ist – echt nicht zynisch gemeint – eine gute Nachricht. Die Luft-Verquirlerinnen in Oper und Konzert stören beim Schauen und beim Hören. Nicht wenige der Fächer-Dinger klappern nämlich. Damit ist jetzt Schluss und das ist gut so. In Summe freilich scheinen die Anti-Corona-Bestimmungen der Festspiele von zunehmender Panik zu zeugen.

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Non olet, non infectat

KOMMENTAR

02/08/20 Von Reinhard Kriechbaum – Geht gar nicht anders, als an einen Clash of Civilication zu denken in diesen ersten Festspiel-Tagen. Das Damoklesschwert von Covid-19 hängt über uns und den Festspielen in etwa so wie die Werbe-Fahne der Festspiele für Cosi fan tutte über dem munter plätschernden Brunnen am Platzl. Reißt der dünne Faden?

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Schritte auf dem Boden statt Blasen

KOMMENTAR

17/06/20 Von Reinhard Kriechbaum – Auch wenn die Kulturinstitutionen wieder aufsperren dürfen: Die Kultur bleibt fürs Erste ein Verlustgeschäft, denn auch die aktuellen Lockerungen lösen bei fast allen Einrichtungen eine finanzielle Mehrbelastung aus. Sie dürfen, selbst wenn sie in „Vollbetrieb“ gehen, nur eine begrenzte Anzahl von Besuchern empfangen.

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Hoffnung wächst bei klarem Himmel

GLOSSE

15/06/20 Von Reinhard Kriechbaum – So wäre es geplant gewesen: Menschen aus der Kultur- und Kunst-Branche nehmen in großer Menge schweigend auf dem Residenzplatz Aufstellung, mit Blick Richtung Osten. Und das eine Stunde lang, heute Montag (15.6.) an 18 Uhr. Eine Demonstration für gerechte Entlohnung für Künstlerinnen und Künstler.

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