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Mit der Kreide in der Hand

421KAMMERSPIELE / DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK

18/11/13 „Ich werde, hoffe ich, dir alles anvertrauen können, wie ich es noch bei niemandem gekonnt habe, und hoffe, du wirst mir eine große Stütze sein“, begrüßt Anne in ihr neues Tagebuch. Der Rest ist Zeit- und Literaturgeschichte. „Das Tagebuch der Anne Frank“ hatte als szenisch-theatralische Lesung mit Claudia Carus in der Titelrolle am Freitag (15.11.) in den Kammerspielen Premiere.

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Ersoffen in der eigenen Gedankentiefe

062OPEN MIND FESTIVAL / [ARCHIV]

15/11/13 Ärgern, nein. Wundern eher. Vor allem aber ist Mitleid am Platz, wenn Theaterleute sich so hoffnungslos verheddern in den eigenen Ganglien, wenn sie sich so grandios verlaufen in den X-Large-Weiten der eigenen Köpfe.

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Sozial verträgliche Bankräuber

060KRIMINALKOMÖDIE / DIE KLEINGMAINER

14/11/13 „Die Kleingmainer“ sind eine verschworene, ehrgeizige  Spielgemeinschaft, die im Kleingmainersaal an der Morzgerstraße ihre Heimstatt hat. Jetzt spielen sie die die Kriminalkomödie „Ein gemütliches Wochenende“ von Jean Stuart – ein Heidenspaß.

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Neander aus dem Tal

051LANDESTHEATER / BÜHNE24 / CAVEMAN

13/11/13 Wann ist ein Theaterabend eindeutig danebengegangen? Dann wohl, wenn man zwei Stunden lang darüber nachdenkt, wohin das Gezeigte denn eigentlich passen könnte. „Caveman“ jedenfalls nicht in ein Theater. Es ist Kabarett der C-Klasse.

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Schon beim ersten Satz den Text nicht mehr gewusst

HINTERGRUND / THOMAS BERNHARD INSTITUT

13/11/13 „Wenn uns nicht erlaubt wird, das Notlicht abzudrehen, spielen wir nicht. Dieser Ort ist eine Strafe Gottes, dafür habe ich Akademien besucht und bin mit dem Kreuz am goldenen Band ausgezeichnet worden…“ So klagt Buscon in Thomas Bernhards „Theatermacher“. Auch Bernhard selber hat „Akademien“ besucht – nämlich die heutige Universität Mozarteum, die ihre Schauspielabteilung künftig nach dem grandiosen Querdenker benennt.

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Eine eiskalte Abrechnung

419KLEINES THEATER / ANNA UND MARTHA

12/11/13 Maria Hofstätter und Martina Spitzer brillierten in Dea Lohers Stück „Anna und Marta. Der dritte Sektor“ bei einem  Gastspiel des Projekttheaters Voralberg am Freitag (8.11.) im kleinen Theater.  Komik und Tragik gehen Hand in Hand. Regisseurin Susanne Lietzow gelingt eine Inszenierung, die auf kluge Art karikiert, aber nichts an Tragik und Intensität einbüßt.

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Sie hat ein Haus, ein kunterbuntes Haus

038LANDESTHEATER / PIPPI LANGSTRUMPF

12/11/13 Durch dieses Haus wirbelt sie manchmal sogar mit Scheuerbürsten an den Füßen: Pippi Langstrumpf, eine der wohl bekanntesten Kinderbuchfiguren der Welt, hat sich nun auch auf der Bühne des Landestheaters niedergelassen.

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Mich faszinieren Schnecken

413TOIHAUS / FÜNF FRAUEN, EIN KLAVIER

11/11/13 Ein Lokal betreten, so ganz allein - das kann Unbehagen bereiten. Nicht immer geht dabei so viel schief, wie im Falle der vier Damen, die in der jüngsten Produktion im Toihaus über Stiege und Stuhl ebenso stolpern, wie über die Hindernisse, die die eigene hinterhältige Seele aufstellt.

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Lügen, bis die Wahrheit sonnenklar dasteht

012ARGEkultur / OPEN MIND FESTIVAL

06/11/13 „Kunst ist Magie, befreit von der Lüge, Wahrheit zu sein“, schrieb Theodor W. Adorno 1951. Das Zitat liefert das Thema fürs diesjährige „Open Mind Festival“ in der ARGEkultur. Und Picasso, der befand, Kunst sei nicht Wahrheit, sondern „eine Lüge, die uns die Wahrheit begreifen lehrt“.

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Erst das Publikum kidnappen und dann die Kinder wickeln

135THEATER(OFF)ENSIVE

29/10/13 Mit der Komödie „Plan B – Endlich allein“ von Uli Brée geht die Theater(off)ensive auf die Bühne im Shakespeare. Premiere ist morgen Mittwoch (30.10.). Eine Woche später ist möglicherweise auch ein Plan B gefragt, jedenfalls lässt der Stücktitel „Rocky Horror Wickel Show“ die eine oder andere Krise erwarten.

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Ich werd’ einfach solange leben, bis ich sterbe

427BÜHNE 24 / ROMYS POOL

 

17/10/13 „Ich werd’ einfach solange leben, bis ich sterbe.“ Gut so! Lebenslust statt Siechtum! Julia Gschnitzer brilliert in der simplen Komödie „Romys Pool“ als alte Dame, die alle Erbschleicher – ob verwandt oder nicht – hereinlegt und sich im hohen Alter mit dem eigenen Geld die Wünsche eines Lebens erfüllt.

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Faxe und Faxen

079KLEINES THEATER / EIFERSUCHT

17/10/13 Eigentlich müssten noch drei ziemlich altmodische Geräte, Faxmaschinen, mit aufs Gruppenbild mit Damen. Sie waren so ziemlich das neueste Kommunikationsmittel, als Esther Vilar ihre Erfolgskomödie „EiferSucht“ schrieb. Für drei Faxgeräte.

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Olympische Faust-Spiele unter der Linde

047LANDESTHEATER / FELSENREITSCHULE / FAUST II

14/10/13 Diese Produktion könnte auch „Mephisto II“ heißen. Der Teufel, der Faust begleitet und der ihn lenkt, hat die dominierende Rolle – nicht zuletzt durch die Art, wie sich Regisseur Philip von Maldeghem die Textvorlage Goethes zurecht gerichtet hat. Und der Darsteller Sascha Oskar Weis wird der riesigen Rolle, als Strippenzieher, einfallsreicher Zauberer und Trickser im Zentrum zu stehen, auch wirklich gerecht.

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Das Andräviertel und sein kriminelles Potential

031HINTERGRUND / „OHNETITEL“

09/10/13 Selbst Tatort-Kommissare ernähren sich gerne am Würstelstand, nicht zuletzt, weil sie an diesem kommunikativen Ort nicht nur Kalorien, sondern auch die eine oder andere gute Information ausfassen. Genau da hakt „ohnetitel“, diese ambitionierte Salzburger Thetargruppe, ein.

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Wo ist das Feuer in der Wassermelone

412SCHAUSPIELHAUS / SOPHIES WELT

08/10/13 Wilde Bärte, wallende Togen: Die Naturphilosophen machen was her, wenn auch der Faltenwurf nicht immer „klassisch“ ausfällt. Thales plantscht mit dem Urstoff Wasser,  Anaximenes schwenkt das Glas auch nicht leer in der Gegend herum: Luft ist schließlich kein Nichts. Und Empedokles serviert überhaupt einen Cocktail, gemischt aus den Urstoffen Feuer, Wasser, Luft und Erde.

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