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Meister der lebenslangen Weiterentwicklung

IM PORTRÄT / SILWA SEDLAK

28/11/17 Günter Silwa Sedlak ist seit den Siebzigerjahren einer der wichtigsten international anerkannten bildenden Künstler Österreichs. Sein Atelier in Salzburg behielt der geborene Schladminger auch in seinen New Yorker Jahren. „Der stets forschende und suchende Künstler“ erhielt vom Kulturfonds der Stadt den Preis für ein Lebenswerk.

„In den frühen Arbeiten erkannte man textile und stoffliche Elemente, die sich dann ab den 1990er Jahren zu großformatigen Schlingenbildern und multiplen Schablonentafeln verselbständigen“, sagt die Kuratorin Margit Zuckriegl in ihrer Laudatio über den Künstler. Sie kenne Sedlak seit vielen Jahren und immer wieder überrasche er sie, so Zuckriegl, „mit neuen Themen, neuen Techniken, neuen Weltsichten“. Und immer sei er dran interessiert, in seinem Werk „das zutiefst Humane im Menschen, die Sinnlichkeit und Verletzlichkeit unseres Gegenübers zu erfassen und wiederzugeben“.

Günter Silwa Sedlak sei der Figuration treu geblieben, auch wenn sich das Menschenbild in seinem Werk stark verändern konnte: „Wie mit einem introspektiven Blick zerteilt er die Physis und legt die zugrunde liegende Psyche frei.“ Selbst in seinen Landschaften und Schnittmusterbildern zeige sich das Schema, „unter die Oberfläche zu blicken und mittels Strukturen, Graten, Netzen das Verborgene sichtbar zu machen“.

G. Silwa Sedlak, geboren 1941 in Schladming, studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien und an der Kunsthochschule Berlin. In den folgenden Jahren setzte er sich auf zahlreichen Reisen mit fremden Bildsprachen und Kulturen auseinander, etwa bei Aufenthalten in Marokko, Italien sowie in New York, wo er von 1994 bis 2002 lebte. Seit 2006 arbeiten Silwa Sedlak und der Fotograf Günter Jost als Künstlergruppe „haptic“ zusammen.

Präsent ist der Maler und Graphiker seit den frühen 1960er Jahren nicht nur mit seinem bildnerischen Werk in zahlreichen Ausstellungen in Europa und den USA, sondern auch durch seine Kunst-am-Bau-Arbeiten. So gestaltete er in Salzburg etwa die Neurologische Abteilung an der Christian-Doppler-Klinik. In Schladming entwarfen Sedlak und Jost gemeinsam Altarraum und Fenster im Diakonissen Krankenhaus.

G. Silwa Sedlak engagierte sich etwa auch für die heute international renommierte Galerie Ropac, wo er bereits Mitte der 1980er Jahre ausstellte. In Salzburg stellte Sedlak im Rupernum oder 2006 im Museum der Moderne aus. Erst vergangen September war in der Stadtgalerie Lehen die Ausstellung „Sedlak & Jost - Kopf im Kopf“ zu sehen: Ergebnisse auch der Auseinandersetzung „des stets forschenden und suchenden Künstlers“ mit den Möglichkeiten digitaler Bilderzeugung, etwa mit extrem hochauflösenden Spezialkameras. ((InfoZ/dpk-klaba)

Bilder: Stadt Salzburg (1)/www.haptic.at (1)


 

 

 

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