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Der Wurm im „iiihh-Book“

REPORTAGE / STADTBIBLIOTHEK

25/10/13 Mampf-Fred heißt der kleine Held, und als echter Wurmbuchler hat er Bücher einfach zum Fressen gern. Deshalb macht er sich auch sofort auf die Suche, als er von einem elektronischen Zauberbuch erfährt, in dem angeblich mehr als tausend Bücher drin stecken…

Von Cay Bubendorfer

119Diese Woche stellte der Autor und Zeichner Graham Wiseman sein Kinderbuch „Die Wurmbuchler und das iiihh-Book“ in der Stadtbibliothek Salzburg vor. Volksschulkinder aus Lehen und Mülln lauschten der Geschichte über Mampfi und seine Freunde in den beiden Lesewelten mit gespitzten Ohren.

Im Anschluss diskutierten Buchfachleute unter dem Titel „Blättern oder Wischen?“ über den wachsenden elektronischen Buchmarkt bzw. dessen Potentiale und mögliche Auswirkungen auf das Leseverhalten von Kindern. Christina Repolust, Leiterin des Bibliotheksreferats der Erzdiözese Salzburg, verwies auf eine Studie der Stiftung Lesen, die zeigt, dass leseferne Kinder beim Erstkontakt weniger Scheu vor E-Books als vor gedruckten Büchern haben. Wachsende Nachfrage im Bereich digitale Medien bestätigte auch Bibliothekschef Helmut Windinger; von 0,1 Prozent im Einführungsjahr 2009 sei der Anteil der digitalen Entlehnungen auf aktuell 4 Prozent (knapp 21.000 Medien) pro Jahr gestiegen.

Klaus Seufer-Wasserthal, geschäftsführer der Rupertus Buchhandlung, rechnet damit, dass zukünftig beide Buchformen nebeneinander bestehen werden – die Frage sei nur, in welcher Verteilung. Dass die beiden Bereiche längst verzahnt seien und es auch im neuen Medium in erster Linie im die Qualität des Inhalts gehe, betonte auch Reinhard Ehgartner, Leiter des österreichischen Bibliothekswerks. Über die Bedeutung des Buches als gestaltetes Objekt, das über den Text hinaus auch persönliche, individuelle und sinnliche Erlebnisse biete, darüber herrschte in der Runde Einigkeit. (InfoZ)

Bild: Info-Z / Cay Bubendorfer

 

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