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Kleiner und mit einem neuen Mitglied

HINTERGRUND / GESTALTUNGSBEIRAT

19/01/11 Die Wienerin Elsa Prochazka ist neu im Salzburger Gestaltungsbeirat, der ab sofort nicht mehr sechs, sondern nur noch fünf Mitglieder hat. Den Vorsitz hat nun Peter Riebl.

Turnusmäßig wird zur Mitte der Funktionsperiode ein Teil der Positionen im Gestaltungsbeirat neu besetzt. Die bisherige Vorsitzende Elke Delugan-Meissl und ihr Stellvertreter Much Untertrifaller verlassen nach viereinhalb- bzw. dreijähriger Tätigkeit das Gremium.

Warum dieser asynchrone Mitgliedertausch? Der Gestaltungsbeirat wird jeweils auf drei Jahre per Beschluss des Gemeinderates bestellt. Um die Kontinuität der inhaltlichen Arbeit gewährleisten zu können, erfolgt jedoch die Neubestellung bzw. Fortsetzung der Tätigkeit von Mitgliedern im Rhythmus von 1,5 Jahren. Die Funktionsperiode des jetzt zehnten Beirates läuft bis 17. Juli 2012.

Planungsstadtrat Johann Padutsch freut sich, dass mit Elsa Prochazka eine hochkarätige, international renommierte und gefragte Architektin, Stadtplanerin und Vermittlerin dem Salzburger Beirat angehören wird. Wichtig ist ihm zudem die Kontinuität, die gerade im Vermittlungsbereich auch mit dem Verbleib der Landschafts- und Freiraumexpertin Gabriele Kiefer für weitere 18 Monate gewährt sei.

Elsa Prochazka studierte an der Technischen Universität Wien und besuchte an der Akademie der Bildenden Künste Wien in der Meisterklasse von Ernst Plischke. Seit 1973 ist sie als Architektin mit eigenem Architekturbüro tätig. 1974 gründete sie gemeinsam mit Werner Appelt und Eberhard Kneissl die Projektgruppe IGIRIEN. Schwerpunkte ihres Schaffens sind Wohn- und Städtebau, öffentliche Gebäude, Büro- und Industriebau, Museumskonzeption und Ausstellungsdesign, Design und Crossover. Von 1998-2001 hatte Prochazka einen Lehrauftrag als Visiting Examiner am University College London, Department of Architecture, The Bartlett. 1992-1996 lehrte sie als Univ.Prof. für Entwerfen im Städtebaulichen Kontext an der Universität Kassel. Seit 2001 ist Elsa Prochazka Professorin und Leiterin der Studienrichtung "Raum- & Designstrategien" an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz.

Den Vorsitz im Gestaltungsbeirat übernimmt nun Peter Riepl, sein Stellvertreter wird Heinz Schöttli, der bisher als Ersatzmitglied im Beirat mitgewirkt hat. Dörte Kuhlmann und Gabriele G. Kiefer bleiben als Mitglied bzw. Ersatzmitglied.
Während bisher jeweils fünf Mitglieder und ein Ersatzmitglied in den Gestaltungsbeirat bestellt wurden, soll der Beirat vorläufig auf insgesamt fünf Mitglieder (vier Mitglieder plus ein Ersatzmitglied) reduziert werden. „Möglich ist diese vorübergehende Verkleinerung des aktuell tätigen Beirates für die kommenden eineinhalb Jahre, weil seit Beginn der Funktionsperiode praktisch jede Sitzung vollzählig besetzt war“, erläutert Stadtrat Padutsch. „Die hohe Verlässlichkeit der Mitglieder macht die reduzierte Besetzung vertretbar“.

Die Aufgaben des Beirates sind im Raumordnungsgesetz 2009 sowie im Baupolizeigesetz 1997 festgelegt. Er nimmt Stellung zu Entwürfen zur Aufstellung oder Änderung von Bebauungsplänen und er begutachtet Bauvorhaben in Bezug auf die Gestaltungserfordernisse im Sinne des Bautechnikgesetzes.

Über den gesetzlich festgeschriebenen Wirkungskreis hinaus soll der Gestaltungsbeirat sowohl die Art der Architekturverfahren (Gutachterverfahren, Wettbewerb), als auch die Nennungen einzelner Gutachter, Wettbewerbsteilnehmer und Jurymitglieder festlegen. In der Regel soll außerdem ein Mitglied des Gestaltungsbeirates als Jurymitglied fungieren. (InfoZ)

Bild: Stadt Salzburg / Gaby Strobl-Schilcher

 

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